Einzelnachhilfe zu Hause in ganz Berlin · seit 2003 · Lehrkraft werden ☎ 0155 67 73 62 08

Ratgeber für Eltern

Mein Kind will keine Nachhilfe in Berlin: wie Sie es gewinnen, statt es zu überreden

Kurz gesagt: Das Nein Ihres Kindes hat fast immer gute Gründe: Scham, ein weiterer Schulnachmittag und ein fremder Mensch in der Wohnung. Überreden verhärtet es nur. Es löst sich meist, wenn Ihr Kind mitentscheidet, wer kommt und woran gearbeitet wird, und wenn der erste Schritt klein und unverbindlich ist. Fragen Sie zuerst, hören Sie zu, und bieten Sie dann eine Wahl an statt einer Pflicht.

Die ersten Klassenarbeiten des Schuljahres sind zurück, in Berlin beginnen am 19. Oktober die Herbstferien, und am Küchentisch fällt ein Satz, den viele Eltern kennen: „Ich brauche keine Nachhilfe.“ Vielleicht hat Ihr Kind sogar die Tür zugemacht, bevor Sie den Satz zu Ende gesprochen hatten. Sie sehen die Note, Sie sehen die Lücken, und Sie wissen nicht, wie Sie Hilfe organisieren sollen, die Ihr Kind gar nicht will. Die gute Nachricht vorweg: Das ist selten ein endgültiges Nein. Meist ist es eine Frage, die noch niemand gestellt hat.

Warum Kinder Nein sagen

Hinter dem Wort „Nachhilfe“ steckt für Kinder oft etwas ganz anderes als für Erwachsene. Für Sie bedeutet es Unterstützung. Für Ihr Kind kann es bedeuten: Ich bin schlecht. Gerade ältere Kinder fürchten, dass die Mitschüler davon erfahren, und schämen sich, bevor die erste Stunde überhaupt stattgefunden hat. Der zweite Grund ist schlicht Erschöpfung. Wer um vierzehn Uhr aus der Schule kommt, hat einen langen Tag hinter sich, und „noch mehr Schule“ am Nachmittag klingt nach Strafe. Der dritte Grund ist unsichtbarer, aber stark: Eine fremde Person kommt in die eigene Wohnung und setzt sich ins Kinderzimmer. Ihr Kind stellt sich vor, dass sie dort Stück für Stück anschaut, was es nicht kann, und dass es sich dabei schlecht fühlt. Natürlich ist es nicht Aufgabe guter Nachhilfe, Fehler zu suchen. Sie soll erklären und Mut machen. Aber das weiß Ihr Kind vorher nicht, und die Vorstellung allein reicht, um sich zu verschließen. Wer das ablehnt, ist nicht stur, sondern schützt sich.

Dazu kommt, dass viele Kinder das Gespräch gar nicht als Frage erleben. Wenn Eltern sagen „Wir haben beschlossen“, ist das Nein die einzige Möglichkeit, überhaupt mitzubestimmen.

Schema: Nachhilfe in Berlin, Kind gewinnen statt überreden: erst zuhören, gemeinsam mitentscheiden, unverbindlich kennenlernen
Gewinnen statt überreden: die drei Schritte im Überblick

Das Gespräch anders führen: fragen statt überzeugen

Suchen Sie sich dafür keinen Moment, in dem die Arbeit gerade auf dem Tisch liegt oder die Stimmung ohnehin angespannt ist. Ein Spaziergang, die Autofahrt oder das Abendessen eignen sich besser als ein Gespräch am Tisch mit der Arbeit dazwischen. Beginnen Sie nicht mit der Note, sondern mit einer Frage: „Wie läuft es in Mathe eigentlich für dich, wenn du ehrlich bist?“ Dann folgt der schwierigste Teil, nämlich zuzuhören, ohne zu widersprechen. Kinder wissen oft sehr genau, wo es hakt. Sie sagen es nur nicht, solange sie das Gefühl haben, dass daraus sofort ein Plan gegen sie wird.

Vermeiden Sie Sätze wie „Du wirst schon sehen, wie gut es dir tut“ oder „Das ist doch nur zu deinem Besten“. Sie klingen freundlich, schließen aber die Tür. Sagen Sie stattdessen, was Sie sehen und was Sie sich Sorgen machen, und lassen Sie Ihr Kind antworten. Dass Sie Nachhilfe im Kopf haben, dürfen Sie offen sagen, als eine Möglichkeit unter mehreren und nicht als beschlossene Sache. Mehr dazu, wie Lernen zu Hause gelingt, ohne dass es kracht, lesen Sie in unserem Ratgeber Lernen ohne Streit.

Was den Widerstand meist auflöst

Fast immer ist es dasselbe: Das Kind darf mitentscheiden. Das beginnt bei der Frage, wer kommt. Ein Kind, das die Lehrkraft vorher kennenlernt und sagen darf, ob sie ihm sympathisch ist, geht ganz anders in die erste Stunde. Es geht weiter bei der Frage, woran gearbeitet wird. Nicht „alles, was schlecht ist“, sondern ein einziges Thema, das Ihr Kind selbst benennt, zum Beispiel die Bruchrechnung oder die Vokabeln der zweiten Fremdsprache. Und es betrifft die Frage, wann und wo. Ein fester Termin, der nicht ausgerechnet das Fußballtraining verdrängt, und ein Ort, an dem sich Ihr Kind wohlfühlt, nehmen viel Druck heraus.

Wichtig ist auch, was Sie über die Nachhilfe erzählen. Eine gute Lehrkraft ist keine zweite Kontrollinstanz. Sie erklärt, ohne zu bewerten, hat Zeit für Fragen, die sich im Klassenraum niemand traut, und gibt keine Noten. Viele Kinder sind überrascht, wie entspannt das ist. Im Einzelunterricht muss niemand vor anderen etwas zugeben, und genau das nimmt der Scham ihre Kraft. Wenn Ihr Kind trotzdem im Moment nichts wissen will, dann ist das auch eine Antwort, die Sie respektieren können. Ein „Nicht jetzt“ ist etwas anderes als ein „Nie“.

Ein kleiner, unverbindlicher erster Schritt

Eine große Entscheidung wie „Ab jetzt zweimal pro Woche Nachhilfe“ erzeugt Widerstand, weil sie sich endgültig anfühlt. Ein kleiner Schritt tut das nicht. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind einen einzigen Termin zum Kennenlernen und sagen Sie dazu ausdrücklich: Danach entscheidest du mit, ob und wie es weitergeht. Das ist keine Taktik, sondern wörtlich so gemeint. Wenn es nach dem ersten Mal ein klares Nein gibt, dann hat sich Ihr Kind die Sache angesehen und hat das Recht, sie abzulehnen. In den meisten Fällen kommt es anders, denn der Unterschied zwischen der Vorstellung und der Wirklichkeit ist groß.

Bei AHA! Nachhilfe Berlin beginnt es deshalb mit einem Probetermin von neunzig Minuten bei Ihnen zu Hause, den wir bewusst vergünstigt anbieten. Ihr Kind lernt die Lehrkraft kennen, zeigt, woran es gerade arbeitet, und entscheidet danach gemeinsam mit Ihnen. Wie Sie Anbieter ganz allgemein prüfen, haben wir in Nachhilfe in Berlin finden zusammengefasst, und ob Einzelunterricht oder Gruppe besser zu Ihrem Kind passt, steht im Vergleich Einzelnachhilfe zu Hause oder Lerngruppe. Wenn Ihr Kind nicht nur Nachhilfe, sondern das Lernen insgesamt verweigert, lohnt ein Blick in Wenn Lernen blockiert.

Und noch etwas: Sie müssen nicht alles an diesem einen Gespräch entscheiden. Ein Kind, das sich ernst genommen fühlt, kommt oft Tage später von selbst auf das Thema zurück.

Häufige Fragen von Eltern

Was, wenn mein Kind auch nach dem Kennenlernen Nein sagt?

Dann gönnen Sie sich beide eine Pause und fragen nach, was genau nicht gepasst hat. War es die Lehrkraft, der Zeitpunkt, das Thema oder die Vorstellung an sich? Oft lässt sich ein einzelner Punkt ändern, etwa durch eine andere Lehrkraft oder einen anderen Wochentag. Manchmal ist auch einfach noch nicht der richtige Moment, und das darf so sein.

Soll ich Nachhilfe auch gegen den Willen meines Kindes durchsetzen?

Wir raten davon ab. Ein Kind, das gegen seinen Willen am Tisch sitzt, arbeitet kaum mit, und dann ist die Zeit verloren. Besser wirkt ein Weg, bei dem es mitentscheidet, auch wenn er etwas länger dauert. Ein einzelner Kennenlerntermin ist dabei eine faire Mitte zwischen Zwang und Nichtstun.

Wie sage ich meinem Kind, dass Mitschüler nichts davon erfahren müssen?

Sagen Sie ihm ehrlich, dass die Nachhilfe bei Ihnen zu Hause stattfindet und niemand außerhalb der Familie davon wissen muss, solange es das nicht selbst erzählen möchte. Viele Kinder entspannt allein dieser Satz. Ob es später mit Freunden darüber spricht, bleibt seine Entscheidung.

Ihr Kind braucht Unterstützung?

Wir finden die Lehrkraft, die fachlich und menschlich zu Ihrem Kind passt, für Nachhilfe bei Ihnen zu Hause in Berlin.

Kostenlose Erstberatung anfragen

Bereit für entspannte Nachmittage?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir melden uns persönlich innerhalb weniger Stunden.

Schreiben Sie uns