Ratgeber für Eltern
Lernfreude statt Auslese: Was uns bei AHA! Nachhilfe antreibt
Viele Eltern kennen dieses Gefühl: In der Schule scheint es oft weniger darum zu gehen, dass Ihr Kind wirklich versteht, als darum, es einzuordnen. Gute Noten, schlechte Noten, mitkommen oder aussortiert werden. Der Bildungsforscher Freerk Huisken bringt diesen Gedanken in seinen Vorträgen scharf auf den Punkt.
Man muss seine Schlüsse nicht in allem teilen, um den wahren Kern zu erkennen. Ehrlich gesagt gehört ein Stück Auslese zur Schule dazu, und das lässt sich erst einmal nicht ohne Weiteres ändern. Was wir aber sehr wohl beeinflussen können, ist, wie ein Kind dieser Auslese begegnet: verunsichert und entmutigt, oder gestärkt, sicher und mit Freude am Lernen. Ein Kind, das sich sicher fühlt und seinen eigenen Fortschritt spürt, lernt wieder gern. Genau da setzen wir seit 2003 an. Und weil Sie uns dabei ruhig ein Stück kennenlernen dürfen, erzähle ich Ihnen an dieser Stelle offen, was mich persönlich antreibt.
Wenn die Note zum Urteil wird
Eine schlechte Note fühlt sich für ein Kind selten wie eine Rückmeldung an. Sie fühlt sich wie ein Urteil an. Sie trennt, sie vergleicht, sie stellt bloß. Wer gerade erst aus einer Fünf herauskommt, hört bei der nächsten Arbeit vor allem eines: schon wieder nicht genug. Das nagt am Selbstvertrauen, und mit jedem Mal wächst der Widerstand. So entsteht ein Kreislauf, in dem nicht das Kind zu schwach ist, sondern die Rückmeldung zu entmutigend.
Dabei ist Lernen eigentlich etwas zutiefst Menschliches. Kinder wollen verstehen, sie wollen etwas können. Was ihnen die Freude nimmt, ist selten der Stoff. Es ist das Gefühl, ständig gemessen und für zu langsam befunden zu werden.
Was ich in England erlebt habe
Als ich fünfzehn, sechzehn Jahre alt war, durfte ich als Austauschschüler eine englische Ganztagsschule besuchen. Diese Zeit hat meine ganze Sicht auf das Lernen verändert. Jeden Montagabend schrieben wir eine Mathearbeit, eine gute Stunde lang, oft neunzig Minuten. Und am nächsten Morgen bekamen wir sie schon zurück.
Der entscheidende Unterschied lag aber nicht im Tempo, sondern in der Haltung dahinter. Die Prüfung war kein Kampf zwischen Lehrer und Schüler. Sie war die gemeinsame Vorbereitung auf eine echte, externe Prüfung, das spätere O-Level und A-Level, die wir zusammen bestehen wollten. Der Lehrer war nicht mein Gegner, der über mich urteilte. Er war eher mein Trainer, der mir jede Woche eine Arbeit gab, wie sie später auf mich zukommen würde, und mir sofort zeigte, wo ich stehe.
Dazu kommt etwas sehr Persönliches: In Mathematik war ich vorher keine Leuchte, im Gegenteil. In Deutschland hatten wir immer ein Thema für einige Wochen, dann kam die Klassenarbeit, und danach war es verschwunden und ein neues folgte. Kaum hatte ich mich hineingefunden, wurde ich vom nächsten Thema wieder erschlagen. Spaß war das wirklich nicht. In England lief es umgekehrt. Wir arbeiteten nicht ein Thema nach dem anderen ab, sondern fortlaufend an allen zugleich. Ich konnte selbst bestimmen, woran ich gerade sitze, und mich Schritt für Schritt vorarbeiten. So habe ich mich in einem einzigen Jahr von deutlich unterdurchschnittlich zu richtig guten Ergebnissen hochgearbeitet. Und auf einmal machte Mathematik mir Freude, so sehr, dass sie später neben Englisch mein zweites Unterrichtsfach wurde.
Und dann waren da die Prozente. Eine Rückmeldung von dreißig Prozent klingt für deutsche Ohren nach Fünf. Für mich war sie ein Aufbruch: Ich konnte also schon fast ein Drittel. Nächste Woche waren es vierzig Prozent, dann fünfzig. Ich sah meinen eigenen Fortschritt in Zahlen, und das war unglaublich motivierend. Diese schnelle, ehrliche und ermutigende Rückmeldung, fast wie eine kleine Einzelbetreuung, hat mich später zum Lehrer gemacht und schließlich zur Gründung von AHA! Nachhilfe geführt.
Lernen braucht Sinn
Diese Erfahrung deckt sich mit dem, was die Entwicklungspsychologin Margaret Donaldson herausgearbeitet hat. Sie hat gezeigt, dass Kinder dann am besten denken und lernen, wenn eine Aufgabe für sie Sinn ergibt und in einen Zusammenhang eingebettet ist, den sie verstehen. Nicht das isolierte Abfragen bringt ein Kind voran, sondern das Gefühl, dass das, was es tut, für es bedeutsam ist.
Mich hat im Studium außerdem eine Beobachtung tief beeindruckt, die ich seitdem nicht vergessen habe: Kinder, die aus eigenem Antrieb und mit Freude zu lesen begannen, standen nach ein paar Schuljahren nicht schlechter da als die, die Schritt für Schritt unterrichtet worden waren. Im Gegenteil, sie hatten die Lust am Lesen behalten und lasen ihr Leben lang mehr. Genau darum geht es: Ein Kind zu stärken statt es nur zu prüfen, zahlt sich weit über die nächste Klassenarbeit hinaus aus.
Wie wir bei AHA das Kind stärken
Aus all dem ist unsere Art zu arbeiten gewachsen. Unsere Nachhilfe Berlin kommt im Einzelunterricht zu Ihnen nach Hause und setzt sich an die Seite Ihres Kindes, nicht ihm gegenüber. Wir wählen die Lehrkraft aus, die fachlich und menschlich passt, denn Vertrauen ist die Grundlage, auf der Lernen wieder gelingt. Wir beginnen bei dem, was Ihr Kind schon kann, machen Fortschritt sichtbar und geben schnelle, ermutigende Rückmeldung. So wird aus Druck wieder Zutrauen.
Wir arbeiten dabei nicht gegen die Schule. Ihr Kind muss dieses System meistern, und genau dabei helfen wir ihm nach Kräften. Aber wir sorgen dafür, dass es das mit Sicherheit und mit Freude tut und dass die Lust am Lernen trotz aller Prüfungen erhalten bleibt. Das ist seit über zwanzig Jahren der Kern von AHA! Nachhilfe, und es ist das, was mich bis heute morgens aus dem Bett holt.
Fazit
Ein Teil von Schule bleibt Auslese, daran werden wir so schnell nichts ändern. Sehr wohl beeinflussen können wir aber, wie ein Kind ihr begegnet: verunsichert und entmutigt, oder gestärkt, sicher und mit Freude am Lernen. Für den zweiten Weg stehen wir. Wenn Sie sich das für Ihr Kind wünschen, lernen Sie uns gern kennen.
Häufige Fragen
Nimmt Nachhilfe meinem Kind nicht noch mehr Freizeit und Druck?
Das ist gerade nicht unser Ziel. Der Unterricht findet bei Ihnen zu Hause statt, im Tempo Ihres Kindes und ohne Fahrwege. Meist genügen ein bis zwei ruhige Einheiten pro Woche. Weil wir bei dem ansetzen, was Ihr Kind schon kann, nimmt der Druck eher ab, statt zu wachsen.
Mein Kind ist durch schlechte Noten frustriert. Wie holen Sie es da heraus?
Wir beginnen bewusst bei den Stärken und machen kleine Fortschritte sichtbar, damit Ihr Kind wieder Erfolge erlebt. Eine passende Lehrkraft, die geduldig erklärt und ermutigt, baut Schritt für Schritt das Selbstvertrauen wieder auf. Mit den ersten sichtbaren Fortschritten kehrt oft auch die Lust am Lernen zurück.
Arbeiten Sie gegen die Schule?
Nein. Wir helfen Ihrem Kind, die Anforderungen der Schule sicher zu meistern, und achten zugleich darauf, dass die Freude am Lernen erhalten bleibt. Es geht uns nicht gegen die Schule, sondern um ein starkes, zuversichtliches Kind.
Ihr Kind braucht Unterstützung?
Wir finden die Lehrkraft, die fachlich und menschlich zu Ihrem Kind passt, für Nachhilfe bei Ihnen zu Hause in Berlin.
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