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Ratgeber für Eltern

Sanfter Schulstart nach den Sommerferien: So gelingt der Wiedereinstieg in Berlin

Noch laufen die Berliner Sommerferien, und bis zum 22. August gehört die Zeit ganz der Erholung. Doch der 24. August kommt schneller, als vielen Familien lieb ist. Nach sechs Wochen ohne Wecker, Stundenplan und Hausaufgaben fällt der Wiedereinstieg vielen Kindern schwer. Die gute Nachricht: Mit ein wenig Vorbereitung in den letzten Ferientagen lässt sich der Start ins neue Schuljahr deutlich entspannter gestalten. Sie müssen dafür nicht die Ferien verkürzen, sondern nur den Übergang bewusst begleiten.

Warum der Wiedereinstieg vielen Kindern schwerfällt

In den Ferien verschiebt sich fast alles. Kinder gehen später ins Bett, stehen später auf und leben in einem freien, offenen Tagesablauf. Genau das ist gut und erholsam. Der Preis dafür zeigt sich in den ersten Schultagen, wenn der Körper sich noch nicht wieder auf frühe Zeiten eingestellt hat. Dazu kommt bei manchen Kindern ein leises Unbehagen: neue Lehrkräfte, neuer Stoff, vielleicht eine neue Klasse. Wenn Sie diese Umstellung kennen und ernst nehmen, können Sie Ihrem Kind viel von dem anfänglichen Stress ersparen.

Die letzte Ferienwoche als sanfte Brücke

Der wirksamste Hebel ist der Schlaf. Wenn Ihr Kind in den letzten sieben bis zehn Ferientagen jeden Tag ein kleines Stück früher ins Bett geht und morgens etwas früher aufsteht, gewöhnt sich der Körper Schritt für Schritt an den Schulrhythmus. Fünfzehn Minuten pro Tag reichen oft schon. So bleibt der Start am ersten Schulmorgen kein harter Bruch, sondern das Ende einer sanften Umstellung. Auch gemeinsame Mahlzeiten zu festen Zeiten helfen dem Körper, wieder in einen verlässlichen Takt zu finden.

Struktur und Material rechtzeitig vorbereiten

Nichts belastet den ersten Schultag so sehr wie das hektische Suchen nach Heften, Stiften und der Sportkleidung am Morgen. Nehmen Sie sich einige Tage vor Schulbeginn gemeinsam Zeit, um die Schulsachen zu sichten. Was fehlt, was ist kaputt, was muss ergänzt werden? Ein aufgeräumter Schreibtisch und ein gepackter Ranzen am Abend vorher geben Ihrem Kind das Gefühl, gut gerüstet zu sein. Dieses Gefühl der Vorbereitung wirkt beruhigend und nimmt der ersten Woche viel von ihrer Aufregung.

Vorfreude wecken statt Druck aufbauen

Wie Sie über die Schule sprechen, färbt auf Ihr Kind ab. Sätze wie „jetzt ist die schöne Zeit leider vorbei" erzeugen ein Gefühl von Verlust. Besser ist es, den Blick auf das zu lenken, worauf sich Ihr Kind freuen kann: die Freundinnen und Freunde wiedersehen, ein Lieblingsfach, vielleicht eine Klassenfahrt im neuen Jahr. Manche Familien machen aus dem Schulanfang ein kleines Ritual, etwa ein besonderes Frühstück am ersten Morgen. Solche positiven Anker helfen Ihrem Kind, mit Neugier statt mit Bauchschmerzen in das neue Schuljahr zu gehen.

Die ersten Wochen mit Geduld begleiten

Erwarten Sie nicht, dass vom ersten Tag an alles rund läuft. Viele Kinder sind in den ersten beiden Wochen schneller müde und gereizter als sonst, weil der Körper und der Kopf sich neu sortieren. Planen Sie den Nachmittag daher zunächst nicht zu voll. Freie Zeit zum Ankommen ist in dieser Phase wertvoller als ein durchgetakteter Stundenplan aus Sport, Musik und Verabredungen. Fragen Sie abends in Ruhe nach, wie der Tag war, und hören Sie vor allem zu. So merkt Ihr Kind, dass es mit Sorgen nicht allein ist.

Besondere Übergänge brauchen mehr Aufmerksamkeit

Für manche Kinder ist dieser Schulstart mehr als die Rückkehr in die gewohnte Klasse. Wer neu eingeschult wird und in die Grundschule startet oder auf die weiterführende Schule wechselt, betritt eine völlig neue Welt mit fremden Wegen, neuen Gesichtern und höheren Anforderungen. Hier lohnt es sich, den Schulweg vorher gemeinsam abzugehen und offen über Fragen und Ängste zu sprechen. Auch der Wechsel auf das Gymnasium und das damit oft verbundene Probejahr bringen Unsicherheit mit sich. Ein ruhiger, zugewandter Umgang gibt Ihrem Kind Halt in einer Zeit, die viel Neues auf einmal bereithält.

Wann Unterstützung von außen sinnvoll ist

Zeigt sich schon in den ersten Wochen, dass Ihr Kind in einem Fach den Anschluss aus dem Vorjahr nicht wiederfindet, ist frühes Handeln klüger als langes Abwarten. Je eher eine Lücke geschlossen wird, desto weniger neuer Stoff türmt sich darauf. Wie sich einzelne Lücken in Ruhe und ohne Druck aufarbeiten lassen, zeigt unser Ratgeber Lernlücken schließen, ohne die Ferien zu opfern. Eine Lehrkraft, die zu Ihnen nach Hause kommt und sich ganz auf Ihr Kind einstellt, kann genau an dieser Stelle ansetzen, im Tempo Ihres Kindes und ohne den Druck einer ganzen Klasse. Bei AHA! findet der Unterricht einzeln und bei Ihnen zu Hause statt, abgestimmt auf das, was Ihr Kind gerade wirklich braucht.

Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Kind am besten in das neue Schuljahr findet, sprechen Sie uns gern an. Gemeinsam schauen wir, wo ein wenig Begleitung den Start leichter macht.

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