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Das Buch »Mama, ich bin DOCH schlau!« von Günter Bonin, Ratgeber für Eltern von Kindern mit LRS

Ratgeber für Eltern

»Mama, ich bin DOCH schlau!«: ein Mutmach-Ratgeber für Eltern von Kindern mit LRS

Kaum eine Sorge sitzt bei Eltern so tief wie diese: Mit meinem Kind stimmt etwas nicht, das Lesen und Schreiben will einfach nicht gelingen, und jeder Nachmittag endet mit Tränen. Genau für diese Familien hat unser Institutsleiter Günter Bonin ein Buch geschrieben. Es heißt »Mama, ich bin DOCH schlau!« und ist ein Mutmach-Ratgeber für Eltern von Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, also LRS oder Legasthenie.

Das Besondere daran: Das Buch ist nicht vom Fach her gedacht, sondern von den Eltern her. Günter Bonin hat die Fragen gesammelt, die Mütter und Väter im Netz und in seiner Beratung wirklich stellen, und beantwortet sie der Reihe nach, ehrlich und ohne Fachchinesisch. Herausgekommen ist ein Wegweiser, der von der ersten Seite an entlastet. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Gedanken daraus.

Nicht Ihre Schuld, und Ihr Kind ist nicht dumm

Fast alle Eltern fragen sich irgendwann: Habe ich zu wenig vorgelesen, zu viel Bildschirm erlaubt, zu wenig geübt? Die klare Antwort lautet Nein. Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche entsteht nicht am Küchentisch. Sie hat viel mit Veranlagung zu tun und tritt in manchen Familien gehäuft auf, so wie Kurzsichtigkeit oder musikalisches Talent. Das tägliche Drama über den Hausaufgaben ist nicht die Ursache der Schwäche, sondern ihre Folge.

Genauso wichtig ist der zweite Satz: LRS hat nichts mit fehlender Intelligenz zu tun. Kinder mit LRS finden sich in jeder Begabungsstufe, vom Durchschnitt bis zur Hochbegabung. Betroffen ist nur ein eng umgrenztes Gebiet, nämlich das Erlernen der Schriftsprache. Nicht das Denken, nicht die Fantasie, nicht das Gedächtnis für alles, was das Kind interessiert. Gerade kluge Kinder überspielen ihre Schwäche oft lange, indem sie Texte auswendig lernen und Inhalte erraten.

Woran Eltern eine LRS erkennen

Fehler macht jedes Kind, das gehört zum Lernen dazu. Aufhorchen sollten Sie bei der Kombination aus drei Dingen: auffällig viele Fehler auch bei geübten Wörtern, stockendes und ratendes Lesen, und das alles trotz sichtbarer Anstrengung. Eine gute Faustregel: Wenn dasselbe Wort am Montag richtig und am Mittwoch wieder falsch geschrieben wird und Ihr Kind längst mehr übt als seine Mitschülerinnen und Mitschüler, hören Sie auf, auf Besserung zu warten, und fangen Sie an zu handeln.

Was Sie zu Hause selbst tun können

Der häufigste Rat lautet, einfach mehr zu üben. Er hilft leider so wenig wie der Tipp, gegen Kurzsichtigkeit öfter in die Ferne zu schauen. Ein Kind mit LRS braucht nicht mehr vom Gleichen, sondern eine andere Art der Übung: systematisch aufgebaut, in kurzen Einheiten, am richtigen Punkt ansetzend.

Mindestens ebenso wichtig ist der Selbstwert. Wenn Ihr Kind sagt, es sei dumm, widersprechen die meisten Eltern sofort. Wirksamer ist es, das Gefühl erst gelten zu lassen und dann zu trennen, was das Kind vermischt hat. Ein Satz aus dem Buch, den Sie wörtlich verwenden dürfen: Du hast eine Sache, die dir schwerfällt, du bist aber nicht diese Sache. Kinder mit LRS ziehen aus vielen kleinen Momenten einen falschen Schluss, vom Ich kann das nicht zum Ich bin falsch. Diesem Schluss dürfen Erwachsene geduldig immer wieder eine andere Wahrheit entgegensetzen.

Der Weg durch Schule und Ämter

Das größte Thema in den Elternforen ist am Ende nicht die Rechtschreibung, sondern die Schule: nicht gehörte Sorgen, abgelehnte Anträge, Lehrkräfte zwischen Überlastung und Unwissen. Das Buch gibt Ihnen dafür einen Fahrplan und rät zu einer entlastenden Haltung: Die Schule ist zunächst Ihr Partner, nicht Ihr Gegner. Die meisten Lehrkräfte wollen helfen und wissen nur wenig über LRS, weil das Thema im Studium kaum vorkommt.

Für das Lehrergespräch bekommen Sie im Buch sogar den Wortlaut mit, dazu die konkrete Bitte, einen Nachteilsausgleich zu prüfen. Ob eine förmliche Diagnostik der richtige Weg ist, entscheidet jede Familie für sich. Sie ist ein möglicher Schritt, die ärztliche Diagnostik zahlt die Krankenkasse, und ein Intelligenztest hat einen schönen Nebennutzen: Er belegt schwarz auf weiß, dass das Kind nicht dumm ist. Wichtiger als jedes Gutachten ist aber, dass gute Förderung sofort beginnen darf, dafür braucht niemand ein Mindestalter.

Das Buch »Mama, ich bin DOCH schlau!«

Das Buch »Mama, ich bin DOCH schlau!« von Günter Bonin, Ratgeber für Eltern von Kindern mit LRS
»Mama, ich bin DOCH schlau!« von Günter Bonin, dem Institutsleiter von AHA! Nachhilfe Berlin.

Das Buch führt durch alles, was Eltern beschäftigt: was LRS wirklich ist, die zwölf hartnäckigsten Irrtümer, ein Selbstwert-Schutzprogramm für schwere Momente, der Wegweiser durch Schule und Ämter, konkrete Übungen für zu Hause und am Ende dreißig Elternfragen mit klaren Antworten. Geschrieben aus doppelter Nähe, denn der Autor kennt die Lese-Rechtschreib-Schwäche nicht nur aus dem Unterricht, sondern auch vom eigenen Küchentisch.

Das Buch erscheint in den nächsten Tagen als Taschenbuch und als E-Book. Sobald es verfügbar ist, finden Sie es hier: »Mama, ich bin DOCH schlau!« bei Amazon ansehen.

Über den Autor

Günter Bonin, Institutsleiter von AHA! Nachhilfe Berlin und Autor des Buches

Günter Bonin leitet das AHA! Nachhilfe-Institut Berlin und arbeitet seit über zwanzig Jahren mit Kindern, die sich mit dem Lesen und Schreiben schwertun. Er ist ausgebildeter Lehrer und LRS-Trainer und kennt die Lese-Rechtschreib-Schwäche nicht nur aus dem Unterricht, sondern auch aus der eigenen Familie. Aus dieser doppelten Erfahrung, als Fachmann und als Vater, ist »Mama, ich bin DOCH schlau!« entstanden. Wer über das Buch hinaus konkrete Begleitung sucht, findet bei AHA! Einzelnachhilfe zu Hause in ganz Berlin.

Und wenn zusätzlich Unterstützung guttut

Ein Buch nimmt Eltern viel Unsicherheit und gibt ihnen einen Plan an die Hand. Manchmal tut darüber hinaus eine geduldige Begleitung für das Kind gut, die genau da ansetzt, wo der Faden reißt. Wie das bei uns aussieht, lesen Sie in unserem Ratgeber LRS beim Kind: was Berliner Eltern wissen sollten, und wie gerade in der Grundschule früh gesicherte Grundlagen helfen. Am wichtigsten aber bleibt die Botschaft des Buches: Ihr Kind ist nicht dumm, und Sie sind mit dieser Sorge nicht allein.

Häufige Fragen

Wächst sich eine LRS von allein aus?

Nein. Das ist der teuerste Irrtum, denn er kostet Zeit. Eine echte Lese-Rechtschreib-Schwäche verwächst sich nicht, sie verfestigt sich eher. Je länger ein Kind mit untauglichen Strategien liest und schreibt, desto tiefer schleifen sie sich ein. Alles, was hilft, wirkt besser, je früher es ansetzt. Warten ist deshalb keine milde Option, sondern die schlechteste.

Wer stellt die Diagnose, und wer bezahlt sie?

Den Einstieg macht der Kinderarzt mit einer Überweisung, die Diagnostik läuft über Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, entsprechende Ambulanzen oder sozialpädiatrische Zentren. Als ärztliche Leistung zahlt sie die Krankenkasse. In vielen Regionen testet auch der schulpsychologische Dienst kostenlos, sein Ergebnis reicht für schulische Zwecke oft aus, für die Finanzierung einer Therapie nicht immer.

Hilft es, mit meinem Kind einfach mehr zu üben?

Mehr vom Falschen bleibt falsch. Ein Kind mit LRS braucht keine doppelte Menge der bisherigen Übung, sondern eine andere Übung: systematisch aufgebaut, in kurzen Einheiten und genau an dem Punkt ansetzend, an dem es klemmt. Das Doppelte eines untauglichen Trainings erzeugt vor allem das Doppelte an Tränen.

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